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Deutschlandfinale im Bogenschießen der Schulmannschaften

Schulmannschaften aus dem OSB unter den Top 6 in Deutschland

Die erfolgreichen Schulmannschaften, links: Fachoberschule Cham mit Florian Bittihn, Trainer Bittihn Thomas, Sebastian Bittihn und Anton Reznik sowie die Realschule Kemnath, rote Shirts, mit Müller Paul, Melzner Tabea, Kausler Samuel und Trainer Nentwich Jochen mit dem neuen Maskottchen Kostüm TIRO der Oberpfälzer Schützenjugend sowie DSJ-Shooty und Drache Fanny der Stadt Furth im Wald sowie OSB-Präsident Franz Brunner, rechts und stellv. Landesjugendleiterin Sonja Stümpfl

Die Deutsche Meisterschaft Bogen für Schulmannschaften fand am letzten Wochenende im März mit zwei Mannschaften aus dem Regionalbereich des OSB statt. Die Veranstaltung wurde durch den Schützenverein Union 1950 Furth im Wald organisiert – damit war erstmals ein Verein aus dem Oberpfälzer Schützenbund der Ausrichter des Deutschlandfinals für die Deutsche Schützenjugend. Zur Eröffnung konnte DSB-Vizepräsident Jugend Rinke Stefan den Bürgermeister der Stadt Furth im Wald Bauer Sandro und OSB-Präsident Franz Brunner begrüßen.

Nach den regionalen Zwischenentscheiden in allen Bundesländern wurden die besten acht Schulmannschaften der Gruppe A (Schützen, die in diesem Sportjahr an Landesmeisterschaften teilgenommen haben) und der Gruppe B (Schützen ohne Teilnahme an einer Landesmeisterschaft) von der Schützenjugend des Deutschen Schützenbundes zum bundesdeutschen Endwettkampf in die Drachenstichstadt Furth im Wald eingeladen. Darunter waren in der Gruppe A sowohl die Mannschaft der Staatlichen Realschule Kemnath (Gau Steinwald) in der Besetzung Müller Paul, Kausler Samuel und Melzner Tabata mit Trainer Nentwich Jochen sowie das Team der Fachoberschule Cham (Schützengau Grenzfähnlein Furth im Wald) mit den Schützen Reznik Anton, Bittihn Sebastian und Bittihn Florian mit Trainer Bittihn Thomas. Zwei Schützen der Fachoberschule Cham haben bereits die beiden letzten Jahre – damals noch für die Staatliche Realschule Furth im Wald – am Finalwettkampf in Korbach (Hessen) teilgenommen.

Am Samstagmorgen fanden die Schützen eine vom Ausrichter SV Union 1950 Furth im Wald und dem Team der Deutschen Schützenjugend um DSB-Vizepräsident Jugend Rinke Stefan bestens vorbereitete Halle vor. Für das leibliche Wohl hatten die Vereinsmitglieder eine Verpflegungsstation eingerichtet, um die Sportler, Mitarbeiter und Zuschauer zu versorgen.

Nach dem Aufwärmprogramm schossen die Schützen, die in ihrer Freizeit bei dem Schützenverein Union 1950 Furth im Wald bzw. der Schützengesellschaft 1921 Immenreuth trainieren, zunächst eine komplette Qualifikationsrunde mit jeweils 60 Pfei­len. In einem spannenden und engen Wettbewerb landete die Realschule Kemnath mit 1471 Ringen auf dem fünften Platz, die Fachoberschule Cham schloss den Vorkampf direkt dahinter mit 1368 Ringen ab. 

Nach der Verpflegungspause traten die jeweils acht Teams im Ligamodus gegeneinander an. Die Realschule Kemnath traf auf den Vierten der Qualifikationsrunde, das Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder (Brandenburg), die Fachoberschule Cham musste gegen das Max-Delbrück Gymnasium (Berlin) antreten. In vier Durchgängen mussten innerhalb von nur zwei Minuten alle drei Schützen nacheinander jeweils zwei Pfeile ins Ziel befördern.

Hier sind besonders das abgestimmte Timing und die psychische Belastbarkeit jedes Einzelschützen gefragt, da die gegnerische Mannschaft direkt daneben auf die Scheibe schießt. Die einzelnen Schützen der Mannschaft sehen sofort das eigene, aber auch das Ergebnis der direkten Konkurrenten.

Das Max-Delbrück Gymnasium und die Fachoberschule Cham lieferten sich ein enges Match. Mit ruhiger Hand und zielsicherem Auge kämpfte sich das Team aus Cham immer wieder heran und übernahm zwischenzeitlich die Führung. Das spannende Viertelfinale wurde erst mit den letzten Pfeilen entschieden – die Berliner behielten mit 12 Ringen Vorsprung die Oberhand. Mit dem hervorragenden Ergebnis im Viertelfinale von 197 Ringen erzielte die Mannschaft aus Cham mit 22 Ringen Vorsprung in der Endwertung - sie haben zum ersten Mal in dieser Zusammensetzung einen Wettkampf bestritten - einen überragenden und nicht erwarteten sechsten Platz im bundesweiten Schulvergleich der Bogenmannschaften.

Die Realschule Kemnath revanchierte sich für das verlorene Viertelfinale 2016 und gewann gegen das Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder mit 4 Ringen Differenz. Im Halbfinale trafen sie auf das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin – der letztjährigen Siegermannschaft – und verloren deutlich mit 29 Ringen Rückstand. Im „kleinen Finale“ um Platz 3 konnte sich die Mannschaft nochmals steigern, verlor aber in einem spannenden Wettkampf knapp mit 205 zu 210 Ringen gegen das Max-Delbrück Gymnasium, die damit die Bronzemedaille gewannen. Das Team aus Kemnath landete in der Endwertung auf dem vierten Platz.

In einem spannenden und packenden Finale gewann das Erasmus-Reinhold Gymnasium (225 Ringe) vor dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (224 Ringe) und sicherte sich die Goldmedaille.

In der Einzelwertung erreichte von der Realschule Kemnath der Schütze Kausler Samuel in der Jugendklasse den siebten Rang, in der Schülerklasse A wurde Melzner Tabata Sechste, in der Schülerklasse B wurde Müller Paul Erster. Die Schützen der Fachoberschule Cham erzielten in der Jugendklasse in der Einzelwertung mit Bittihn Sebastian den dritten und mit Bittihn Florian den vierten Rang, Reznik Anton wurde in der Juniorenklasse Zweiter.

Nach der Siegerehrung begann nur für einen Teil der Schützen endlich das langersehnte Wochenende, die anderen Schützen sind direkt am folgenden Tag beim DSB-Shooty-Cup in Furth im Wald an den Start gegangen (siehe weiterer Bericht).

Bei der Siegerehrung bedanke sich der Bundesjugendleiter des Deutschen Schützenbundes Rinke Stefan für die fairen und spannenden Wettkämpfe sowie beim Ausrichter Union Furth für die reibungslose Organisation und wünschte allen Schützinnen und Schützen eine gute Heimfahrt.

Ergebnisse im Überblick

 

(Text: Thomas Bittihn, Bilder: Vogl Georg)