Künstliche Intelligenz (KI) und soziale Medien prägen immer stärker unseren Alltag – ob beim Lernen, in der Freizeit oder sogar im Sport. TikTok, Instagram, WhatsApp und KI-gestützte Tools sind für viele Jugendliche selbstverständlich geworden. Ziel der Veranstaltung war es, grundlegende Kenntnisse zur KI zu vermitteln, den praktischen Umgang mit KI-Systemen zu schulen sowie Chancen und Risiken kritisch zu beleuchten.
Ende Januar bot die Oberpfälzer Schützenjugend ein Seminar mit Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Schützenheim Einigkeit Grabitz in Furth im Wald an. Die beiden Landesjugendsprecher Florian Bittihn und Sebastian Benner begrüßten im Namen der Oberpfälzer Schützenjugend sowohl den Medienpädagogen Jürgen Riedl als auch die Teilnehmenden zum Lehrgang, die aus unterschiedlichen Vereinen des Oberpfälzer Schützenbundes teilnahmen.
Zu Beginn des Lehrgangs erklärte Medienpädagoge Riedl grundlegend den Begriff „Künstliche Intelligenz“. Dabei wurde aufgezeigt, was unter KI zu verstehen ist, in welchen Bereichen sie Anwendung findet und welche Bedeutung sie in der heutigen digitalen Gesellschaft besitzt.
Es wurden einige KI-Systeme detailliert vorgestellt. Dazu zählten unter anderem ChatGPT, Perplexity, Grok und Google Gemini. Die Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede zwischen den Systemen wurden erläutert und anhand praxisnaher Beispiele verdeutlicht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erklärung des Begriffs „Prompten“. Es wurde dargestellt, was ein Prompt ist, welche Voraussetzungen für einen guten Prompt erfüllt sein müssen und wie präzise Eingaben die Qualität der KI-Antworten beeinflussen. Ergänzend wurde erläutert, wie KI-Systeme „denken“: Die Teilnehmenden erfuhren, dass Künstliche Intelligenz keine eigene Intelligenz besitzt, sondern auf Wahrscheinlichkeiten und vorhandenen Daten basiert. Zudem wurde die Bedeutung von gezielten Nachfragen und kritischem Hinterfragen der KI-Antworten thematisiert.
Nach der Mittagspause folgte der praktische Teil des Lehrgangs. Die Teilnehmenden führten zunächst eigenständig eine Projektarbeit zu einem selbstgewählten Thema durch. Dabei sollten gezielt Nachfragen an die KI gestellt und die erhaltenen Antworten kritisch beurteilt werden. Anschließend wurde eine größere, gemeinsame Projektarbeit durchgeführt, bei der alle zuvor erarbeiteten Aspekte angewendet wurden. Die Ergebnisse wurden abschließend im Plenum präsentiert und reflektiert.
Im weiteren Verlauf des Seminars wurden die Risiken beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz thematisiert. Besonders hervorgehoben wurde das sogenannte „Halluzinieren“ von KI-Systemen, bei dem falsche oder erfundene Informationen generiert werden können. Die Teilnehmenden wurden ausdrücklich dazu angehalten, KI-Antworten stets kritisch zu hinterfragen und nicht ungeprüft zu übernehmen.
Der Lehrgang vermittelte somit sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und förderte einen reflektierten und verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologien.
In einer abschließenden Feedbackrunde waren sich die Teilnehmenden einig, dass sie umfassend und informativ von Referent Jürgen Riedl zu allen relevanten Aspekten der KI informiert wurden.
Die beiden Landesjugendsprecher Florian Bittihn und Sebastian Benner sprachen dem Referenten Medienpädagogen Jürgen Riedl ihren herzlichen Dank für die sehr interessante und vielfältige Gestaltung des Seminars aus sowie dem Schützenverein Einigkeit Grabitz für die Bereitstellung des Vereinsheims.
Text/Bilder: Florian Bittihn, Landesjugendsprecher








